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21., Neu Leopoldau – Junges Wohnen – BPL F

Siegerprojekt des dialogorientierten zweistufigen Bauträgerwettbewerbs „Neu Leopoldau – Junges Wohnen“. Auf dem Areal des ehemaligen Gaswerk Leopoldau entstehen auf 13 Bauplätzen rund 1.000 geförderte Wohnungen, davon ca. 330 SMART-Wohnungen. Ziel ist es speziell für die Bedürfnisse junger WienerInnen Wohnraum zu schaffen, der kostengünstig, qualitätsvoll und sozial nachhaltig ist. Geplant sind auch Wohngemeinschaften, eine Baugruppe und ein Kindergarten, Startwohnungen sowie Heimeinheiten für AlleinerzieherInnen, StudentInnen, Lehrlinge und Jugendliche.

Kostengünstig wohnen mit Qualität

Die Anlage bietet BewohnerInnen mit niedrigem Einkommen einen leistbaren Wohnraum und zielt besonders auf junge Menschen ab. Daher werden auch verschiedene Wohnformen wie Wohngemeinschaften, SMART-Wohnungen, Plus-Wohnungen oder eine „Startmöblierung“ mit Küchen und Schränken angeboten. Als weitere Starthilfe für die gesamte Nachbarschaft dient das Besiedlungsmanagement mit dem Ziel, Impulse zu setzen und Aktivitäten anzustoßen, wie Workshops, Tauschbörsen oder Kurse.  Herzstück ist das sanierte Trafogebäude – auch Sitz des Quartiersmanagements – als soziokulturelles Zentrum des Grätzels „Junges Wohnen Neu Leopoldau“.

Eckdaten

  • Neubau
  • 115 geförderte Mietwohnungen, davon 38 SMART-Wohnungen mit Superförderung
  • Bauträger: EGW-Heimstätte
  • Planung: Studiovlay
  • Baubeginn: Frühjahr 2018
  • Bezugstermin: Ende 2019

Hinweis: Ab 07.06. können sich Wohnungssuchende mit einem Wiener Wohn-Ticket auf www.wohnberatung-wien.at für dieses Planungsprojekt eintragen. 

Projektbeschreibung

Das Neubauprojekt „Offene Inseln“ auf Bauplatz F besteht aus vier Wohnhäusern mit insgesamt 115 geförderten Mietwohnungen, davon 38 SMART-Wohnungen mit Superförderung sowie zwei Wohngemeinschaften mit 13 Heimplätzen. Das Trafogebäude (Altbestand) wird saniert und als Quartierszentrum genutzt. Erschlossen werden die Wohnungen über großzügige Eingangslobbys und natürlich belichtete Stiegenhäuser.

Das Wohnungsangebot umfasst Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen in durchschnittlichen Größen von 38 bis 104 m². Private Freiflächen gibt es in einigen Wohnungen in Form von Balkons, Loggias, Terrassen oder Mietergärten. Die Qualität der Wohnungsausstattungen ist standardmäßig sehr hoch. Die moderne Ausstattung  beinhaltet Parkettböden aus heimischen Hölzern und hochwertige Fliesen in den Bädern und WCs. Die Wohnungen in den oberen Geschoßen haben eine „französische Loggia“ mit großen doppelflügeligen, raumhohen Fenstern, die einen tollen Ausblick bieten. Ein Großteil der Wohnungen liegt an der Ecke und hat so eine zweiseitige Orientierung.

Zusätzliche „Plus-Räume“ ermöglichen eine sehr hohe Flexibilität, wodurch mit wenig Aufwand neue Wohnbereiche geschaffen werden können. Diese Plus-Wohnungen ermöglichen Drei-Zimmer-Einheiten in der Größe einer Zwei-Zimmer-SMART-Wohnung („SuperSMART“). Um die Gründung des ersten eigenen Haushalts zu erleichtern, ist in den kleinen Wohnungen eine Grundausstattung vorgesehen, wie Küchen und Schrankelemente, die als Grundmöblierung mitvermietet wird. Darüber hinaus gibt es auch zwei Wohngemeinschaften mit 13 Heimplätzen, die mit Gemeinschaftsküchen ausgestattet werden, um die Startinvestitionen für die WG-BewohnerInnen zu verringern.

Bauplatzübergreifende Grün- und Freiflächen sind für das gesamte Wohngebiet geplant. Ein internes Wegenetz verbindet die Bauplätze mit Gaswerkpark, Spielangeboten, Gymnastik- und Sportmöglichkeiten. Auf Bauplatz F gibt es rund um die Gebäude Spielflächen, Sitzgelegenheiten, Baumbepflanzungen und Spielwiesen. Im dritten Obergeschoß sind die Gebäude über Brücken miteinander verbunden. Hier befinden sich vier Gemeinschaftsräume in Form eines Teesalons mit Gemeinschaftsdeck (Ruhe, Erholung und lange Tafel), Yogasalons mit Sonnendeck (Bewegung und Fitness), Waschsalons mit Spieldeck (für Kinder- und Jugendliche) und Werksalons mit Pflanzendeck (Urban Gardening). Die Brücken verbinden nicht nur die vier Wohnhäuser miteinander, Kinder und Eltern können so auch eine Gemeinschaft bilden, miteinander spielen und einander helfen. Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude der ehemaligen Trafostation wird zu einem bauplatzübergreifenden Quartiers- und Klubhaus. Das Trafogebäude dient zudem als Anlaufstelle für BewohnerInnen, die sich aktiv an der Gestaltung des Quartiers beteiligen wollen. Geplant sind hier auch Veranstaltungen, Vorträge und Workshops, wie Kochkurse, Garteln, sanfte Mobilität etc. Unterstützt wird dies alles durch ein umfangreiches Besiedlungsmanagement durch wohnbund:consult mit Umweltberatung, Online-Tauschbörse sowie dem Programm „Wohnen Lernen“ für junge Erwachsene z.B. mit Möbel- und Wohnungsbörse. Alle BewohnerInnen sind dazu eingeladen, Ideen und Initiativen für das Zusammenleben im Haus einzubringen und können beispielsweise bei der Gestaltung der Gemeinschaftseinrichtungen mitbestimmen.

Neben mehreren Kinderwagenabstellräumen gibt es auch Fahrradabstellplätze. Erreicht werden diese barrierefrei durch eine Rampe. Das Mobilitätskonzept „Leo-Mobil“ ist Teil des Quartiermanagements. PKW-Stellplätze werden in benachbarten Hochgaragen von Wipark untergebracht.

Lage und Infrastruktur

Die Wohnhausanlage entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerk Leopoldau – zwischen Ruthergasse und Thayagasse. Eine Anbindung an die A22 gibt es über die Shuttleworthstraße. Mit den Autobussen 28A und 29A gelangt man sehr einfach zur U1/S-Bahn/Leopoldau und zum Verkehrsknoten Floridsdorf. Richtung Marchfeldkanal, Groß-Jedlersdorf bzw. Jedlesee kommt man mit den Autobussen 30A, 31A und 36A. Die S1 Richtung Gänserndorf und Meidling sowie die S2 Richtung Wolkersdorf bzw. Mödling fahren von der Haltestelle Siemensstraße ab.

Gastronomie, Lebensmittelmärkte und Geschäfte des täglichen Bedarfs finden sich in der Umgebung. Leicht zu erreichen ist vor allem das Shopping Center Nord mit Einkaufs-möglichkeiten aller Art. Ärzte und Apotheken garantieren die medizinische Versorgung.

Nicht weit entfernt sind diverse Schulen und Kindergärten: eine Volksschule, Marco-Polo-Platz 9, eine Neue Mittelschule, Reisgasse 1 oder das Ella-Lingens-Gymnasium, Gerasdorfer Straße 103. Jüngere Kinder haben es zu Kindergärten der Stadt Wien, wie in der Schwanngasse 11 oder Scottgasse 8 nicht weit. Private Kindergärten wie „fingertips“ in der  Scherer Straße 16 bieten ebenfalls beste Betreuung.

Der Theresa-Tauscher-Park und der Floridsdorfer Wasserpark eignen sich hervorragend für Unterhaltung oder kleine Spaziergänge. Die Erholungsgebiete Alte Donau, Donaupark und Neue Donau liegen in der Nähe. Sportbegeisterte werden sich über die diversen Sportanlagen und die Albert-Schultz-Eishalle freuen.

Kosten

Für die 77 geförderten Mietwohnungen betragen die Eigenmittel voraussichtlich € 63,00/m² und die monatlichen Kosten ca. € 8,33/m². 

Für die 38 SMART-Wohnungen mit Superförderung betragen die Eigenmittel voraussichtlich € 60,00/m² und die monatlichen Kosten ca. € 7,50/m². 


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