Zum Inhalt

Höhere Altbaumiete ab 1. April

Der sogenannte Richtwertmietzins oder Richtwertzins kommt für Altbaumietwohnungen zu tragen die vor dem 9. Mai 1945 errichtet und ab dem 1. März 1994 angemietet wurden. Durch die Kundmachung des Bundesministers für Justiz werden nun höhere Richtwerte mit 1. April 2019 mietrechtlich wirksam. Dadurch erhöht sich auch für MieterInnen von Altbauwohnungen in Wien der Richtwert von € 5,58 auf € 5,81 /m².

Dies bedeutet, dass die Richtwertmietzinsberechnung für neu abgeschlossene Mietverträge ab 1. April 2019 auf der Basis der neuen Richtwerte erfolgen kann.

Für bestehende Mietverträge kann eine Erhöhung nur aufgrund einer vertraglichen Wertsicherungsvereinbarungen (Richtwertmietverträge ab 1. März 1994) frühestens ab 5. Mai 2019 von VermieterInnen begehrt werden.

Relevante Fristen beachten

Wobei es hier vor sehr genaue gesetzliche Vorgaben gibt, auf die vor allem auf Vermieterseite zu achten ist. So hat das Erhöhungsbegehren von VermieterInnen schriftlich zu erfolgen und ist nach dem mietrechtlichen Wirksamwerden der Veränderung, also frühestens am 2. April 2019 abzusenden. Das Schreiben muss jedoch mindestens 14 Tage vor dem Zinstermin, also spätestens am 21. April 2019 bei den MieterInnen einlangen. Es bleibt den VermieterInnen also nur ein relativ kleines Zeitfenster um die Erhöhung bekannt zu geben.

Langt das Schriftstück später als 14 Tage vor dem nächsten Zinstermin bei den MieterInnen ein, so wird die Erhöhung des Hauptmietzinses erst zum übernächsten Zinstermin, also am 5. Juni 2019 wirksam.

Wird das Schreiben jedoch zu früh datiert bzw. abgeschickt (vor dem 2. April 2019), so hat es überhaupt keine Rechtswirkungen: MieterInnen sind weder zum angekündigten noch zu einem späteren Termin zur Zahlung der wertsicherungsbedingten Erhöhung verpflichtet. In einem solchen Fall müssen VermieterInnen den MieterInnen ein neuerliches, schriftliches Erhöhungsbegehren übermitteln, um den Richtwertmietzins verbindlich anheben zu können.

Bei Fragen können sich MieterInnen kostenlos von den ExpertenInnen der MieterHilfe beraten lassen.


Zur Hauptnavigation