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© PID/Markus Wache

Internetbetrug: Stadträtin Gaál und MieterHilfe warnen vor „Phantom-Wohnungen“

Erst kürzlich wurde die MieterHilfe wieder mit einem Fall konfrontiert, bei dem eine Wiener Studentin beinahe das Opfer eines solchen dreisten Betrugs wurde. Das Lockangebot fand die junge Frau auf einer bekannten Plattform. Wie sich dann herausstellte, war die Website gefakt und die Wohnung ein „Phantom“…

„Gerade im Internet ist absolute Vorsicht geboten“, warnt Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál. „All jene, die unsicher sind, ob ein Wohnungsangebot seriös ist, wenden sich am besten an die MieterHilfe der Stadt Wien. Die Expertinnen und Experten dort nehmen das Inserat genau unter die Lupe. Die MieterHilfe steht allen Wienerinnen und Wienern kostenlos und als Service der Stadt zur Verfügung“, so Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál.

Neue Tricks mit falschen Plattformen

Studentin Katharina H. stieß bei der Immobiliensuche auf einer bekannten Internetplattform auf ein vermeintlich tolles Angebot: eine 60 m² Wohnung in bester Lage im 4. Bezirk inklusive Parkplatz für eine Bruttomonatsmiete von € 480,-.

Katharina H. kontaktierte die vermeintliche Vermieterin per E-Mail und bekam prompt eine Rückmeldung in englischer Sprache: Sie habe derzeit viel Stress und befinde sich beruflich in Brüssel. Daher werde sich ein „Agent“ der Plattform „Airbnb“ mit ihr in Verbindung setzen und sie müsste im Vorhinein „nur“ eine Kaution von € 1.800 hinterlegen. Die Schlüssel für die Wohnung würde sie nach Eingang dieses Betrags erhalten und sie könnte dann immer noch entscheiden, ob sie die Wohnung behalten wolle oder nicht. Zum Glück wurde die junge Frau misstrauisch und kontaktierte die MieterHilfe.

Top oder Flop? - Prüfung durch die MieterHilfe schafft Sicherheit

Die ExpertInnen der MieterHilfe konnten nach Prüfung des Angebotes rasch feststellen, dass es sich hier um Trickbetrüger handelt und warnten Katharina H. eindringlich davor, Geld zu überweisen.

Nicht nur die Namen, auch die E-Mail Adressen und die Internetseite von Airbnb waren in diesem Fall gefälscht. Die angepriesene Wohnung existierte nicht und wurde mit falschen Fotos angeboten.

Die „Vermieterin“ bekam übrigens durch die Nachfragen der Studentin rasch kalte Füße und meldete sich nicht mehr. Die gefälschten Internetseiten waren plötzlich nicht mehr aufrufbar.

Warnung an alle Wohnungssuchenden – nie vorab zahlen!

„Finger weg von allzu verlockend klingenden Angeboten. Vorsicht ist nicht nur bei klassischen Immobilieninseraten im Internet geboten, auch gefälschte Internetseiten von Airbnb & Co tauchen verstärkt auf“, erklärt Christian Bartok, Leiter der MieterHilfe.

Auf keinen Fall sollten vorab Zahlungen getätigt werden ohne die Wohnung besichtigt zu haben bzw. ohne zu wissen, ob die/der AnbieterIn auch tatsächlich die/der EigentümerIn und dementsprechend berechtigt ist, die angebotene Wohnung zu vermieten. Im Zweifel sollte man bei den ExpertInnen der MieterHilfe kostenlosen Rat einholen.

Sollte sich der Verdacht erhärten: die MieterHilfe empfiehlt, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Zuständig ist die beim Innenministerium angesiedelte Meldestelle für Internetkriminalität.

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